Heubisch!
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Heubisch Heubisch

von Dieter Barnicol-Oettler

In der Vergangenheit

Diese Mühle hat auch wie schon beschriebenen und auch schon verschwundenen Mühlen eine sehr interessante und bewegte Vergangenheit. Über die Gründung der Bergmühle gibt es ein Aktenstück im Bamberger Staatsarchiv Kunde.

(Banzer Akten Rep.78 Nr.341) Georg Walther, Müller aus Wolsbach, er war ein geborener Heubischer, will auf der Heubischer Gemeindeflur eine Mühle erbauen. Der Banzische Verwalter Leopold Handel aus Buch am Forst schreibt am 22.10.1704 an den Abt Kilian von Banz, dass der Banzsche Untertan Georg Glaser auf der von Rosenauschen Mühle in Heubisch (auf der oberen Mühle Truckenbrodt) angezeigt habe, dass die fürstliche Kammer in Coburg den Georg Walther, einen geborenen Heubischer die Erlaubnis erteilt habe, eine Schneidmühle, gleich oberhalb seiner Mühle zu erbauen. Es seien den Heubischer Müller, der vorher allein als Müller dort war, schon drei Mühlen "vor der Tür gesetzt" worden, so alle nur eine halbe Stunde voneinander gelegen "die Nahrung ziemblich benoemmen". Weiter sei das Fischwasser des Abtes oberhalb Heubisch geschmälert, weil durch das zu erreichende Wehr ein Teil des Flussbettes trocken gelegt würde. Weil des Müllers Beschwerden im Amt Neustadt nicht beachtet wurde, wendet sich der Abt an Kanzler und Räte in Coburg. Er beruft sich auf die Kaiserliche Verordnung, dass „Keiner den anders zu schaden ein Wasserwerk aufrichten solle, welches dem freyen Gebrauch des anderen verhinderlich wären". Verwalter Handel beschicktigte das Gelände bei Heubisch. Bei einem Regenguß war eine Überschwemmung eingetreten. Deshalb befürchtete er, dass die Errichtung einer Mühle die Hochwassergefahr noch erhöhen werde. Das Banzsche Fischwasser begann 150 Schritte unter den Berg Muppberg "all wo das Erffaische Wasser sich endet. Daselbsten ein Mannshoher Langstein stehet und ziehet sich hinunter bis zu den Heubischer öbern Rosenauer Mühlen Wehr". Vom genannten Langstein ungefähr 80-100 Schritte gegen Heubisch zu ,sollte die neue Loh- und Schneidmöhle errichtet werden. Das kleinste Stück des Fischwassers käme also oberhalb, dass größere unterhalb der neuen Mühle zu liegen. Dasselbe würde demnach zerschnitten werden. Von Coburg war "dannenhero Herr Georg Walthern aufgetragen worden, sein Bauholz um etliche hundert Schritt besser hinauf gegen Ebersdorf ganz nahe an den Berg Muppberg zu fuhren, und eine Mühl ins Erffaische und nit ins Banische Wasser zu bauen".

Das hatte Walther auch getan (Georg Walther gest. in Heubisch am 29.12.1741). Die alte Mühle stand warscheinlich etwas weiter nördlich wie ursprünglich, wo der Blöcherplatz sich befand. Sie wurde bei Anlage des Hammerwerks einige hundert Schritte südlich neu errichtet. (Über das Hammerwerk am Muppberg wird ein weiterer Beitrag erfolgen). Am 22.02.1711 erhielt Johann Müller aus Neustadt die Erlaubnis zur Umwandlung der Mühle in einen Eisenhammer. Im Amtserbbuch steht:

Bergmühle zu Heubisch: Hans Nicol Brückner Bergmüller, Konzession am Tage Georgi 1705 ,Schneidmühlkozession 17.12.1812, Johann Brückner, anitzo aber Johann Friedrich Bonzel, eine Mahlmühle, die Bergmühl genannt ober dem Dorf Heubisch Erbbuch: Eine Mahlmühl mit einen Gang mit einem Pflanzgärtlein.

Die Lohmühle wurde am 09.02.1809 eingerichtet, das Wohnhäuslein am 12.08.1770 erbaut. Johann Phillipp Hößrich für 500 Gulden sub hasta (im Zwangsverstrich) erkauft. Johann Nicol Hößrich am 20.05.1811, nach seinem Tode dessen Witwe Katarina Barbara, geb. Wicklein und 3 Kinder. In der Landeskunde von Brückner 1851 wird die Mahl–, Schneid–, Oel–, Loh– und Walkmühle genannt. 1830 Margareta Barbara Hößrich mit dem Bauer Johann Georg Walther Hänsel aus Heubisch. 1836 am 16.12. kauft Georg Nikol Schmidt die Bergmühle von Walther um 30 Gulden fränkisch und 60 Gulden Gönnergeld. 05.03.1888 dessen Sohn Edmund Schmidt. 1918 der Besitzer Wilhelm Schmidt. Über die Mühle selbst:

1779 am 12.08. erhält Hößrich die Erlaubnis zum Bau eines Wohnhauses gegen
  • 5 Gulden fränkisch für das Feuerrecht,
  • 5 gute Groschen Erbzins,
  • 5 Groschen Steuer zu den Ordinär Steuertermin Trinitatis und Andreae,
  • in vorkommenden Fällen 5% Handlohn bei Erbfällen.

Die Erteilung der Schneidmühlkonsession erforderte eine Menge vorausgehender Verhandlungen, Berichtigungen und Prüfungen, sie wurde unter vielerlei Bedingungen erteilt. Die Erlaubnis zur Anlage einer Walkmühle machte auch Schwierigkeiten wegen der Färber in Sonneberg und Oberlind. Jedoch war wegen der Entfernung von den Orten der Umgegend die Zahl der Mahlgäste zu gering. Die Nebenbetriebe der Mühle hatten meißt keine Wasserräder, deshalb musste ein Betrieb still stehen, wenn der andere ging. 1863 wurde ein neues Wohnhaus erbaut. Das von Uttenhofenschen Hammerwerk war 1772 wieder eingegangen. Am 19.09.1844 kaufte Johann Georg Walther Hänsel den Hammerplatz von Domänenfiskus.

Weitere Informationen über die Familien auf der Mühle sind bekannt:

Am 22.03.1743 starb Margareta Maria Brückner und 1758 ihr Mann Johann Nikol Brückner, Mahlmüller, sie waren anscheinend ohne Nachkommen.
Johann Friedrich Bonsel kaufte am 14.06.1743 die Mühle um 400 Gulden.
Bonselo älterster Sohn Johann Paul ertrankt am 20.11.1747 an einem Sonntagnachmittag in der Steinach im Alter von 5 Jahren. Sein 2. Sohn verunglückte im Alter von 30 Jahren. Er stürzte in Fürth am Berg, wo er als Knecht diente, vom Balken der Scheune.
Von Friedrich Bonsel berichtet sein Nachfolger Hößrich, dass Bonsel im Zuchthaus gesessen habe. Sein Besitz wurde zwangsweise verkauft.
Johann Philipp Hößrich und seine Frau Eleonore Wilhelmine geb. Löffler, stammten aus Sonneberg. Fünf Kinder hatte die Familie. Der älteste Sohn Johann Christion starb mit 20 Jahren 1799 an Auszehrung.
Anna Barbara verheiratet sich mit dem Metzger Johann Räder, der einzige Sohn des Johann Michael Räder, ebenfalls Metzger in Neuhaus.
Johanne Ernestine heiratete 1793 den Bäckermeister Johann Friedrich Backert aus Oberlind.
Die älteste Tochter Kunigunde Marie, für die der Vater das Wirtshaus zur Bergmühle erbaute, vermählte sich mit Meister Adam Völk Büttner.

Zwischen Mühle und Wirtshaus, geht die Landesgrenze hindurch (Mitte Strasse).
1797 starb Kunigunde Marie, ihr Mann verheiratete sich in Mupperg.
Das Wirtshaus übernahm Johann Georg Hößrich, er war verheiratet mit Katharina Barbara Rau aus Mupperg.
Ihre Tochter Margaretha Barbara war zweimal vermählt. Erstens mit Johann Nikol Büttner, Wirtssohn aus Fürth am Berg. Zweitens mit Karl Michael Räder aus Neuhaus.

Die Mühle übernahm am 22.05.1811 Johann Nikol Hößrich, nachdem sein betrunkener Vater aus Neustadt kommend, nicht weit von der Mühle am 03.03.1811 ertrunken war. Johann Nikol Hößrich war verheiratet mit Katarina Barbara Wicklein, Bauerstochter aus Malmerz. Er starb kurz nach seiner Hochzeit mit 36 Jahren am 26.7.1818. Seine Frau erreichte ebenfalls nur ein Alter von 42 Jahren und starb am 12.08.1823.
Gegen ihr war eine Beschwerde 1820 eingereicht worden, da sie keine Erlaubnis für ihre Lohmühle hatte. Sie gab an, dass die einquartierten Franzosen viele Briefe und Papiere mit weggeschleppt hätten. Die Konsession wurde am 09.02.1821 erneuert. Die Kosten hierfür waren

  • 13 Gulden,
  • 4 Groschen Erbzins und
  • 2 Groschen Steuer.

Die Witwe Katharina Barbara Hößrich verheiratet sich 1830 mit Georg Walther Hänsel aus Heubisch.

Am 16.12.1836 erkaufte Georg Nicol Schmidt jun. die Bergmühle. Er war Müllergeselle aus Oberwohlsbach und geboren am 25.09.1815 als Sohn des Müllers Georg Nicol Schmidt und dessen Ehefrau Rosalia Barbara geb. Höhn. Der Bergmüller verheiratete sich am 23.01.1837 mit Rosine Barbara Frederike Wicklein, Müllerstochter aus Heubisch. Sie wurde geboren am 23.04.1816 und starb am 01.10.1885. Vor dem Kauf der Bergmühle hatte Schmidt nach dem Tode seines Schwiegervaters die untere Mühle in Heubisch gepachtet.

Blick Richtung Heubisch
Blick Richtung Heubisch, Foto: Herbert Korn

Die weiteren Besitzer der Möhle waren der Sohn von Georg Nicol, Heinrich Edmund Schmidt geboren am 07.12.1852, verheiratet mit Johanne Karoline Wicklein, Tochter des Mühlenbesitzers Otto Wicklein aus Malmerz. Die Tochter Hulda Niglinde verheiratet sich am 15.11.1898 mit Adam Böhm aus Küps. Von den Töchtern Ida Frieda gestorben am 20.10.1877 und Berta Emmy ist wenig bekannt. 1863 wurde das 3–stöckige Wohnhaus neu erbaut. Heinrich Edmund verstarb am 04.02.1925 in der Bergmühle. Dessen Sohn Wilhelm verheiratete sieh mit Emilie Büchner geb. 1888 gest.1967 aus Unterwasungen. Die Kinder waren Irene lngeborg lsolde geb. am 18.01.1920 gest. am 28.02.1920. Sein Sohn Horst Harald Wilhelm geb. am 10.08.1921 verheiratete sich am 03.05.1952 mit Ilse Parnickel geb. am 20.7.1933 in Mogger. Sie haben einen Sohn Horst und er ist wohnhaft in Meeder. Somit war Horst Harald Wilhelm der letzte Müller auf der Bergmühle.

Der Mühlentrakt wurde wie folgt beschrieben: Von Heubisch kommend stand wenige Meter vor der bayrischen Grenze links die Wagenhalle. Darin waren untergebracht Landauer (Halbverdeck), Jagdwagen, Autos und Motorräder. Daneben stand die Scheune mit Stallungen und Kellerräume, links dahinter das Kellerhaus. Rechts von der Straße stand das Wohnhaus, daneben die Mühle und anschließend das E–Werk mit 2 Turbinen, dahinter die Schneidmühle.
Wer glaubt diese Geschichte dieser Mühle ist zu Ende der irrt.

Vort dem Abriss 1959/60
Vort dem Abriss 1959/60, Foto: Herbert Korn

Zu DDR-Zeiten

Der DDR–Staat hatte auch diese Mühle, die ja so grenznahe stand auch im Visier. Vom 6. zum 7. Juni 1952 bekam auch die Familie Schmidt, wie so viele Familien in Grenznähe die Nachricht, dass sie innerhalb 24 Stunden ihre persönlichen Sachen zusammen zu packen haben, zwecks eines "Wohnungswechsels". Die Familie wechselte aus diesem Grund ihren Wohnsitz ins oberfränkische, vorerst nach Ebersdorf. Später übersiedelte die Familie zu den Schwiegereltern nach Unterwasungen.

Es wurde von Zeitzeugen folgendes berichtet: Am 23. August 1961 war noch Ruhe in aller Frühe auch rechts und links des Stacheldrahtes der Innerdeutschen Grenze. Es war stiller Friede, der nur durch den Verlauf dieses Zaunes, das Wahrzeichen der Spaltung Deutschlands eine Trübung erfuhr. Aber die Spaltung war man leider damals nach 15 Jahren als gegeben gewohnt. Man musste auch diese schmerzlichen Tatsachen hinnehmen. Seit dieser Grenzziehung verlief ein Tag wie der andere, seitdem es gab Zwischenfälle oder es wurden Arbeiten am sogenannten Todesstreifen verrichtet.

Abriss

An diesem Morgen gegen 5 Uhr wandelte sich das Bild. Zwei Lastwagen des Kraftverkehrs VEB Suhl Süd, Sonneberg rollten mit einem ausgewählten Arbeitskommando mit ca. 35 Mann an und gingen sofort ans Werk den Mühlentrakt abzubrechen. Einige Gebäude, Stallung, Lagerräume hat man bereits 1952 dem Erdboden gleichgemacht. Nicht alle waren Arbeiter, viele waren außer wenigen "Uniformierte in Zivielkleidung", die Aufpasser waren.

Da es noch früh am Morgen war, waren die ersten Zeugen des Abbruchs die Wirtsleute die auf westdeutscher Seite liegenden Gaststätte "Zur Bergmühle". Der Abbruch wurde mit großer Sorgfalt getätigt, da das Material zur Wiederverwertung für besonders klassentreuen Personen bestimmt war. Inzwischen war der Abbruch auf westdeutscher Seite in Neustadt und den umliegenden Ortschaften bekannt geworden. Viele Leute kamen und bald war Terasse der Gastwirtschaft zur Bergmühle von Schaulustigen besetzt. Die Leute hielten Disziplin, wenn schon sie ihren Missfallen und ihre Empörung über den Abbruch, den sie als eine Verhärtung des bestehenden Zustandes werteten, nur Ausdruck verliehen.
Auf DDR Seite wurden wenige Leute auf Grund der Sperrzone Zeitzeugen. Eine Episode, welche mir ein guter Bekannter erzählte:Der Kraftfahrer Otto B. aus Köppelsdorf welcher als LKW Fahrer für das Abbruchmaterial über den damaligen Kraftverkehr Sonneberg eingeteilt war, sprach mit den Bekannten folgendes "Mensch Kumpel ich habe die Nase voll, ich haue ab, willst du mit deiner Frau mit, es ist fast ohne Risiko und warscheinlich die letzte Chance".Dieser Mann war zum Ernteeinsatz von seinen Volkseigenen Betrieb nach Heubisch eingeteilt. Es wurden nur Leute dafür bestimmt, die in Grenznähe wohnten und Familien hatten. Das Angebot des Kraftfahrers wurde von den Mann abgelehnt.

Kurz darauf wurde vom Ernteeinsatzfeld, welche ca. 50 m von der Abbruchsstelle war, beobachtet, dass der Kraftfahrer zur Abbruchstelle fuhr. Die Beifahrertür wurden vom Kraftfahrer geöffnet, und er sprang heraus und mit wenigen Schritten war er im Westen. Er wurde von den Leuten auf der Terasse empfangen und über den Außenlautsprecher wurde der damaliger Schlager in voller Lautstärke "Und sie zogen hinaus an das Meer und kamen nicht wieder" gespielt. Bei den uniformierten und nicht uniformierten Aufpassern war eine große Turbolenz. Sie konnten aber nicht's mehr ändern. Stumm wurde die Abbrucharbeit weiter verrichtet, nur die notwendigen Worte, die für einen reibungslosen Ablauf der Zerstörungsarbeit erforderlich waren schwirrten von Ruine zum Verladekommando und umgekehrt.

Einen Mitglied der Betriebskampfgruppe fiel plötzlich von westdeutscher Seite her ein Packchen Zigaretten vor die Füße. Er trug das Abzeichen der Kampfgruppen am Ärmel – und getreu dieses Zeichens zerstampfte er das Zigarettenpäckchen mit dem Fuß. In einem anderen Falle verlief das gleiche Spiel etwas anders. Ein älterer Abbrucharbeiter ließ seine Mütze über die Zigaretten fallen, bückte sich und hob beide gemeinsam auf. Die Abbrucharbeiten wurden bis gegen 19 Uhr fortgesetzt. Mit Seilen, die von Traktoren gezogen wurden, brachte man die Mauern zum Einsturz. Giebel und das erste Stockwerk waren bis zum Abend entfernt. An den darauffolgenden Tagen wurde das Gelände den Erdboden gleichgemacht.

Der Schlussstein über der Eingangstür des Mühlenwohnhauses trug die Inschrift "GA Schmidt 1863 Nr 54". Dieses dokumentiert, wie schon erwähnt, dass zu diesem Zeitpunkt ein Neubau erfolgte. Über den Eingang war eine steinerne gravierte Tafel mit dem Spruch angebracht mit folgendem Wortlaut:

EINEN GESUNDEN LEIB,
EIN GETREUES WEIB,
FREUD AN JEDEM KINDE,
EHRLICHES GESINDE,
UNSER TÄGLICH BROD,
ALLE JAHR EIN BlSSCHEN NOTH,
DEREINST EINEN SEL'GEN TODT
DAZU HELF DER LIEBE GOTT

Wilhelm Schmidt mit seinem Sohn ebenfalls Wilhelm, waren die letzten Erben und Besitzer der nun geschliffenen Bergmühle. Die Familie Schmidt bekam zuerst eine Wohnung in Ebersdorf, später zog sie zu den Schwiegereltern nach Unterwasungen. Wilhelm Schmidt sen. mussten einige Anwohner von Ebersdorf daran hindern zu seinen Anwesen zurückzukehren. Man redete auf ihn ein bis er sich von seinem Anwesen trennen konnte. Gram und Kummer brachten ihn noch im gleichen Jahr ins Grab. Seine Frau Emilie Schmidt lebte bis ins hohe Alter auf den Anwesen ihres Sohnes Wilhelm Schmidt, der am Ortseingang von Ebersdorf bei Neustadt einen modernen Aussiedlerhof errichtete. Die alte Frau Schmidt ging wohl ihren letzten Gang zum Grenzzaun vor ihrem Anwesen, dass ihr ein Leben voller Arbeit und Mühe bedeutete, ein Besitztum, an dem nicht nur Erinnerungen, sondern die ganze Liebe zur Heimat und zur Scholle war. Zeitzeugen berichten ihre Aussage: "Es ist furchtbar, es ist ein starkes Zeug und eine wahre Schande" sagte sie, wobei ihr die Augen feucht wurden und die Stimme ihren Dienst versagte...
Viele Ebersdorfer können sich noch an die Tafel am Hauseingang erinnern. Sie wurde damals auf Wunsch der Besitzerin Emilie Schmidt nicht überreicht, sondern nicht wie berichtet vor ihren Augen zerschlagen. Vor der Wende wurde diese Tafel von einem Besucher aus der DDR einen Bürger aus Ebersdorf zum Kauf angeboten. Das Verkaufangebot wurde jedoch ablehnte. Wo mag sich diese Tafel heute noch befinden?